Aquariumalgen sind sehr urtümliche Lebewesen. Sie
können sich schlecht an neue Verhältnisse anpassen. Wenn sie aber einmal
ihr ideales Milieu gefunden haben, gedeihen sie um so besser.
Hier bedeutet das: Da Algen ein oxidierendes Milieu
lieben, gedeihen sie besonders gut und erzeugen mehr und mehr Sauerstoff –
viel zu viel, als daß die Fische diese großen Mengen verbrauchen
könnten.
Algen schaffen es in kurzer Zeit, die Sauerstoffwerte
auf 20 – 30 mg/l O2 (200 – 400 % Sättigung) zu
bringen.
Entgegen der landläufigen Meinung sind solch hohe
Werte auch für Fische unnatürlich, denn in ihrer Heimat betragen die
Sauerstoffwerte für die meisten Aquarienfische nur 2 – 3 mg/l
O2.
Durch zu hohe Sauerstoffwerte werden natürliche
Chelate schnell zerstört: Das Wasser wird "aggressiver". Der zu hohe
Sauerstoffgehalt zerstört die lebenswichtigen Vitamine und läßt
Spurenelemente "ausfallen" und damit unwirksam werden. Sowohl Pflanzen als
auch Fische leiden dann an Spurenelemente- und Vitaminmangel.
Wegen der idealen Bedingungen für Algen werden die
Wasserpflanzen immer mehr überwuchert. Die Pflanzen gehen, wegen der für
sie schlechten Lebensbedingungen, nach und nach zugrunde.
An diesen (nicht vollständigen) Aufzählungen, die sich
aus einer einzigen Änderung (eigentlich einer Verbesserung) ergeben
können, sieht man, wie stark vernetzt alle Vorgänge in einem Aquarium
sind.
Alle negativen Folgen durch das Auswechseln der Lampe
wären mit einer leichten Erhöhung der CO2-Zugabe abwendbar
gewesen. Ein Blick auf den CO2-Langzeittest hätte
genügt.

Elektronische ph-Steuergeräte messen mit einer Sonde
ständig den pH-Wert und geben CO2 automatisch zu - der pH-Wert
bleibt stabil.